Der Pudel

Suchst Du einen tollen Begleiter für dich und deine Familie? Dann bist Du beim Pudel genau richtig. Pudel sind wunderbar unkomplizierte und gelehrige Hunde, die sich problemlos in eine Familie einfügen können. Sie lieben den Kontakt zu Menschen und können unser Leben ungemein bereichern. Ein grosser Vorteil ist die Tatsache, dass Pudel nicht haaren. Sie sind somit für die meisten Allergiker gut geeignet. 

Wissenswertes


Geschichte 

 
Der Pudel gehört zu den ältesten Hunderassen. Über die Herkunft des Pudels ist sich die Wissenschaft nicht einig. Die ersten gelockten Hunde gab es wohl schon vor mehr als 2000 Jahren im alten Rom.
In der Renaissance, ab dem 14. Jahrhundert, wurden die Pudel bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Der Pudel stöberte nach Enten, trieb sie aus dem Schilf und apportierte sie. Zu der Zeit war er in ganz Europa verbreitet und half z.B. den Fischern an der Küste von Frankreich und Portugal.
Seine Beliebtheit belegen zahlreiche Gemälde aus dieser Zeit. Der Name Pudel leitet sich vom altdeutschen Wort «puddeln» ab, was so viel wie «im Wasser plantschen» bedeutet.
 Der Pudel war um das Jahr 1700 in Deutschland weit verbreitet. Er wurde viel gezüchtet und war äusserst beliebt. Er erscheint ab da in allen naturwissenschaftlichen Werken und an vielen Stellen der bebilderten Literatur.
Auch am Hofe des Königs war der Pudel ein gern gesehener Jagdbegleiter. Daher kommt auch der Name Königspudel.
Ab dem 19. Jahrhundert wurden die Pudel aufgrund ihres Aussehens und des guten Gehorsams hauptsächlich von Zirkussen weiter gezüchtet. Pudel sind sehr gelehrig und können eine Vielzahl an Kunststücken lernen. Der bekannte Pudel Munito II, der im 19. Jahrhundert lebte, konnte angeblich sogar rechnen und buchstabieren.
Durch diese Entwicklung verlor der Pudel mit der Zeit seinen Jagdtrieb. Geblieben ist ihm die Freude am Wasser und am Apportieren.
Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Beliebtheit des Pudels ab. Dies änderte sich nach dem zweiten Weltkrieg. Der Pudel entwickelte sich immer mehr zum beliebten Familienhund. In den 1960er Jahren lief der Pudel dem deutschen Schäferhund seinen Rang als beliebteste Rasse der Deutschen ab. Heute begegnete man dem Pudel wieder eher selten.



 Eigenschaften

Der Pudel gehört zu den intelligentesten Hunderassen. Er ist bekannt für seine ausserordentliche Lern- und Dressurfähigkeit. Pudel lernen sehr schnell und mit viel Freude, sie besitzen ein herausragendes Erinnerungsvermögen.
In Kombination mit ihrem sehr loyalen und menschenbezogenen Charakter können Pudel sehr vielseitig eingesetzt werden. Sie eignen sich hervorragend als Familienhund, Rettungshund, Schutzhund, Therapiehund und Blindenhund.
Pudel können problemlos überall mit hingenommen werden, sie zeigen sich auch fremden Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, besitzen ein hohes Einfühlungsvermögen und haben ein sehr ruhiges Wesen. Der Pudel ist gutherzig, lebhaft und verspielt. Anderen Hunden gegenüber ist der Pudel stets freundlich und verträglich. Auch mit Kindern verträgt sich der Pudel sehr gut. Aufgrund seiner Verspieltheit und seiner Energie ist gerade beim Grosspudel mit kleinen Kindern aber Vorsicht geboten.
Am liebsten ist der Pudel im Kreise seiner Familie, er ist verschmust und treuherzig.
Auch für den Hundesport lässt sich der Pudel begeistern.
In den Jahren 1989,1990 und 1991 nahm der amerikanische Musher John Sutor mit einem Gespann aus sechs Grosspudeln am härtesten Schlittenhundrennen der Welt teil.
Mit dem Pudel hat man einen treuen Freund in jeder Lebenslage, der sich hervorragend als Anfängerhund eignet.



Erscheinungsbild

Das feine, wollige, dichte und gelockte Haar verleiht dem Pudel zusammen mit seinem tänzelnden Gang einen beinahe majestätischen Eindruck.
Das Fell des Pudels unterliegt keinem Jahreszeitenwechsel, es wächst fortlaufend. Aus diesem Grund benötigt der Pudel eine regelmässige Schur. Das Endergebnis der Schur richtete sich in erster Linie nach dem Wunsch des Besitzers, da ist der Phantasie kaum eine Grenze gesetzt. Wichtig ist, dass das Wollfell des Pudels regelmässig gekämmt wird, damit es nicht verfilzt. Der grosse Vorteil dabei ist, dass der Pudel keine Haare verliert.
Auch die Farbenvielfalt ist bei dem Pudel einzigartig. Das Spektrum reicht von schwarz über silber, grau und weiss bis hin zu braun, falbfarben und apricot.

Pudel werden aufgrund ihrer Grösse in vier verschiedene Typen unterteilt:
-       Grosspudel:      45 - 60 cm, 18 - 28 Kg
-       Kleinpudel:        35 - 45 cm, 7 - 17 Kg
-       Zwergpudel:      28 - 35 cm, 3 - 6 Kg
-       Toypudel:      24 - 28 cm, 2 - 3 Kg

Trotz der unterschiedlichen Grössen teilen sich alle vier Pudeltypen das gleiche Erscheinungsbild. Der Kopf ist gradlinig geformt und die Augen sind leicht schräg stehend. Dies verleiht dem Pudel einen selbstbewussten, vornehmen Ausdruck. Der Rücken ist im Vergleich zu den langen Beinen recht kurz. Die Hinterläufe sind sehr muskulös. Die Rute ist hoch angesetzt und wird bei Bewegung schräg aufgerichtet getragen.
Der Pudel ist ein harmonisch gebauter Hund, der, auch aufgrund seines eher leichten Gewichts, ein hohes Alter erreichen kann. Eine Studie aus dem Jahr 1996 belegt, dass der Pudel unter den Hunden im Durchschnitt das höchste Alter erreichen kann.



Pflege
 
Wie bereits geschrieben, benötigt der Pudel eine regelmässige Schur. Dies kann der Besitzer entweder selber machen oder den Hund zu einem Hundefrisör, einem Groomer bringen. Gerade wenn Hund und Besitzer noch unerfahren sind, lohnt sich der Besuch bei einem Groomer. Dieser kann dem Hund die Unsicherheit gut nehmen. Es ist sehr wichtig, dass der Hund diese Prozedur gelassen über sich ergehen lassen kann, sie wird ihn sein Leben lang begleiten. Je nach Wunsch des Besitzers sollte der Hund alle 6-12 Wochen geschoren werden. Je länger das Fell, desto pflegeintensiver ist es. Grundsätzlich hat der Pudel lieber kaltes als warmes Wetter. Trotzdem darf das Fell im Sommer nicht zu kurz geschnitten werden, da ihm sonst der nötige Sonnenschutz fehlt. 
Zudem ist es zwingend notwendig, den Pudel regelmässig gut zu kämmen, da sein Fell sonst schnell verfilzen kann. Da der Pudel kein nachfettendes Deckhaar hat, darf er mit einem milden Shampoo problemlos öfter gebadet werden. Vor dem Scheren wird der Pudel grundsätzlich immer gebadet, da sich die Schur dadurch einfacher gestaltet. 
Wie bei allen Hunden mit Hängeohren müssen die Gehörgänge immer mal wieder von Haaren befreit werden. Dafür gibt es spezielle Pinzetten oder man kann die Haare auch mit den Fingern entfernen. Manchmal reicht es auch aus, die Haare in den Ohren mit einer abgestumpften Schere zu kürzen. Dabei ist es ganz wichtig, den Hund von Klein auf daran zu gewöhnen. Diese Prozedur ist zwar nicht unbedingt schmerzhaft, aber unangenehm für den Hund. Zudem sollten die Ohren regelmässig gereinigt werden. Dafür gibt es im Fachhandel spezielle Fingerlinge zum Reinigen der Ohren. Es geht natürlich auch mit einem nassen Tuch. 
Die Krallen vom Pudel werden, auch bei viel Bewegung, gerne zu lang. Diese können entweder selbst oder vom Tierarzt gekürzt werden. Zu lange Krallen können zu einer Schonhaltung und zu Schmerzen führen. 
Wenn der Pudel im Winter im Schnee tobt, bleiben schnell Schneeklumpen an den Beinen hängen. Von den Schneeklumpen muss man den Pudel befreien, bevor er das selber mit Schneefressen versucht. Dies kann zu einer Darmentzündung führen. 

 
Quellen:
uelzener.de
mypudel.de 
verband-der-pudelfreunde.de
mein-haustier.de
zooplus.ch
hundemagazin.ch